Die Seelsorge wirkt zusammen mit allen anderen Arbeitsbereichen am Heilungsauftrag am kranken und alten Menschen mit: Medizin, Pflege, soziale und therapeutische Dienste, Verwaltung und andere.
Sie gehört zum psychosozialen Bereich der Patientenbetreuung und vertritt insbesondere die religiöse, spirituelle Dimension.
| Thomas Heiland | Krankenhausstr. 21; 3300 Amstetten 07472/604-5961 e-mail | KH Amstetten, LPPH Amstetten |
| Christine Winklmayr | Krankenhausstr. 21; 3300 Amstetten 0664/5214506 e-mail | KH Amstetten, Referat Krankenseelsorge |
| Monika Riedel | Conrathstr. 17; 3950 Gmünd 02852/52525-5331 | KH Gmünd |
| Helga Bauer | Mitterweg 10; 3500 Krems 02732/804-854 e-mail | KH Krems |
| Franz G. Hirsch | Mitterweg 10; 3500 Krems 02732/804-854 e-mail | KH Krems |
| Margit Walter-Riesner | Mitterweg 10; 3500 Krems 02732/804-854 e-mail | Krankenhaus Krems |
| Christiane Schalk | Lilienfeld e-mail | KH Lilienfeld |
| Johanna Waser | 3362 Mauer bei Amstetten Nr. 221 07475/501-2223 e-mail | LNK Mauer |
| Christine Orthmayer | 3362 Mauer bei Amstetten Nr. 221 07475/501-2223 e-mail | LNK Mauer |
| Leonore Aigner | Krankenhausstr. 11; 3390 Melk 02752/52121-780 | KH Melk |
| Maria Gratzer-Hagen | Eisenwurzenstr. 26; 3270 Scheibbs 07482/404-2217 e-mail | KH Scheibbs |
| Henriette Kovar | Probst Führerstr. 4; 3100 St. Pölten 02742/300 e-mail | KH St. Pölten |
| Hilde Steinhauer | Propst Führerstr. 4; 3100 St. Pölten 02742/300 | KH St. Pölten |
| Andrea Reichebner | Propst Führerstr. 4; 3100 St. Pölten 02742/300 | KH St. Pölten |
| Eva Wagensommerer | Alter Ziegelweg 10 3430 Tulln 02272/601-9176 e-mail | KH Tulln, LPPH Tulln |
| Maria Anna Hirsch | Alter Ziegelweg 10 3430 Tulln | KH Tulln |
| Walter Frühwirth | Waldviertelklinikum Horn | Waldviertelklinikum Horn |
| Engelbert Pöcksteiner | M. Schadekg. 31; 3830 Waidhofen/Th. 02842/504-8004 | KH Waidhofen/Th. |
| Ilse Rohrhofer | Ybbsitzerstr.112; 3340 Waidhofen/Y. 07442/9004-363 | KH Waidhofen/Y., LPPH, Therapiezentrum |
| Josef Poschenreithner | Klosterhofstr. 9 3370 Ybbs/D. 07412/52440 e-mail | LPPH u. Therapiezentrum |
Der kranke Mensch
Die Pastoralassistentin und der Pastoralassistent in diesen Einrichtungen trifft Menschen in einer kritischen Passage ihres Lebens. Die Auseinandersetzung
mit Leiden, Krankheit, Schmerz, Altern und Tod können deren Lebensentwürfe, aber auch diejenigen ihrer Umwelt, ins Wanken bringen. Gewohnte Lebenszusammenhänge und Beziehungen werden in Frage gestellt.
In diesen Krisen- und Grenzsituationen will die Seelsorge Menschen ermöglichen, ihren Erfahrungen Ausdruck zu geben. Sie will sie begleiten, in ihrer Würde wahrnehmen, bestätigen und fördern.
Der christliche Glaube und sein Umgang mit Leiden und Hoffnung, Schuld und Vergebung, Tod und Auferstehung, trägt dazu bei, die existentiellen
Erfahrungen in einem spirituellen, religiösen Kontext zu deuten. Liturgische Zeichenhandlungen (Sakramente und Rituale) ermöglichen eine ganzheitliche Begleitung.
Die Seelsorge ist damit Hilfe zu einer Neuorientierung und eine Ressource in Heilungs- und Sterbeprozessen.
Angehörige
Krankheit betrifft immer auch Angehörige. Sie stehen oft unter großer Belastung, besonders wenn Hilflosigkeit, gegenseitige Schonung und unerledigte Erlebnisse die Beziehung erschweren.
Die Seelsorge nimmt auch ihre Bedürfnisse wahr und unterstützt sie nach Möglichkeit in direkter Begleitung oder im Suchen von anderen Angeboten.
Personal
*) Beratung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
In Berührung mit den verschiedensten Menschen und ihren Krisen und herausgefordert durch die medizinische Entwicklung ist das KH-Personal vor viele Fragen gestellt, vor allem mit Verantwortung, Menschlichkeit und Sinn.
Wo Bedürfnisse an Beratung und Begleitung entstehen, sind die Pastoralassistentin und der Pastoralassistent grundsätzlich bereit, darauf einzugehen.
*) Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die Vernetzung mit den anderen Arbeitsbereichen im KH ist der Seelsorge ein Anliegen und für das Wohl der/des Patientin/en notwendig. Dazu ist gegebenenfalls die Teilnahme an Stationsbesprechungen erwünscht.
Dasselbe gilt für die Mitarbeit in interdisziplinären Kommissionen, besonders, wo es um ethische Fragen geht. Diese betreffen die Würde des Menschen und tangieren religiöse Werthaltungen (Abtreibung, Organspende, Sterbehilfe u.a.)
*) Aus- und Weiterbildung
Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wirken die Pastoralassistentin und der Pastoralassistent auch in der Aus- und Weiterbildung des Personals mit.
Kirche
Die Seelsorge am Krankenbett geschieht im Auftrag der christlichen Gemeinde. Heil und Heilung gehören zu deren unaufgebbaren Anliegen.
*) Ökumene
Die Pastoralassistentin und der Pastoralassistent trifft im Krankenhaus, im Altenheim und in den Hospizen auf Menschen mit den verschiedensten Religionen.
Die seelsorgliche Arbeit wächst aus der christlichen Tradition, deren Wurzeln in die urkirchlichen Gemeinden reichen. Dieser Kontext ermöglicht es, die eigene Geschichte neu zu sehen und aus der Isolation der eigenen
Leidenserfahrung befreit zu werden. Das Krankenhaus ist ein Ort, wo die ökumenische Zusammenarbeit besonders sinnvoll und intensiv sein kann.
*) Liturgische Handlungen
Ausdrucksformen in der seelsorglichen Tätigkeit sind neben dem Gespräch die Vorbereitung und Gestaltung liturgischer Handlungen, wie sie sich in der Tradition der verschiedenen Kirchen ausgeformt haben und auch neu
gesucht werden müssen. Dazu gehören insbesondere: Gebet, Gottesdienste, Kommunionfeiern, Segen, Krankensalbung, Beichte - Versöhnung, Taufe und Verabschiedungsfeiern.
Diese liturgischen Handlungen helfen, die Wirkkraft des Glaubens auch als Ressource zur Bewältigung von Krisen sichtbar und erfahrbar zu machen.
Kapelle und Seelsorgsräume stellen einen Ruhepol im Krankenhausgetriebe dar. Auf deren sorgfältigen Gestaltung und Betreuung ist großer Wert zu legen.
*) Vernetzung
Seelsorge gibt durch ihre Präsenz am Krankenbett der Zugehörigkeit des Patienten zu seiner Glaubensgemeinschaft eine Bedeutung. Dort, wo Menschen ihrer Tradition entfremdet sind, kommen sie mit ihrer religiösen Tradition in Kontakt.
Menschen anderer Glaubensauffassungen begegnen die Pastoralassistentin und der Pastoralassistent mit Sorgfalt und Respekt.
Wo erwünscht, sind diese auch Kontaktpersonen zu den jeweiligen Gemeinden, Kirchen und Glaubensgemeinschaften.
Die Kontaktpflege im Dekanat und mit den Krankenhausseelsorgern der Diözese ist für den Austausch sowie der weiteren pastoralen Überlegungen der Krankenhausseelsorge notwendig.
Bei kirchlichen Aus- und Weiterbildungen sind die Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten der Kranken- und Altenseelsorge mit ihrem Erfahrungshintergrund miteinzubeziehen.
Ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen handeln im Auftrag und Verantwortung der Kirche, und sind in der Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeteam unverzichtbare Partner und Partnerinnen in der Erfüllung des gemeinsamen Dienstes
an kranken und sterbenden Menschen. Sie widmen den Patienten und Patientinnen ihre Zeit, ihre Kraft, ihre Einfühlsamkeit und unterstützen das Seelsorgeteam auch durch ihre Mithilfe bei Gottesdiensten und Kommunionfeiern.
Ehrenamtlich Tätige bieten ihren Dienst, der vom christlichen Menschen- und Gottesbild geprägt ist, den Patienten und Patientinnen an (unabhängig von deren Krankheit, Geschlecht, Nationalität und Weltanschauung), ohne ihnen ihre persönlichen Wertvorstellungen aufzudrängen.
Das Angebot der fachlichen Begleitung in Form von gezielter Aus-und Weiterbildung soll ihrer persönlichen Fortbildung und eigenen Psychohygiene dienen.
Öffentlichkeit
Die Erfahrungen von Kranken u. Sterbenden sind für die Lebens- und Werthaltung einer gesunden Gesellschaft unentbehrlich. Die Seelsorge bringt dies in die öffentliche Diskussion ein und trägt dazu bei, die gegenseitige Solidarität von Gesunden und Kranken zu fördern.
Erforderliche Kompetenzen zur Ausübung der Krankenhausseelsorge
*) personale Kompetenz
Entwicklung einer persönlichen und beruflichen Identität und der Fähigkeit, mit den eigenen Stärken und Schwächen in der beruflichen Tätigkeit umzugehen - vor allem die eigenen Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren.
*) theologische-pastorale Kompetenz
Die Bereitschaft und Fähigkeit, sich aus der eigenen Glaubensüberzeugung heraus mit den Glaubensbildern anderer Menschen auseinanderszusetzen;
den eigenen Glauben und das eigene Menschsein zu leben.
Mit den christlichen Symbolen und Riten in einer tröstenden und stützenden Weise umzugehen und damit den Patienten und Patientinnen zu helfen, ihre besondere Situation in ihren gesamten Lebenszusammenhang zu stellen und zu begreifen;
Leitung und Gestaltung von Gottesdiensten, oft mit schwierigen Rahmenbedingungen.
*) Beziehungskompetenz
Die Bereitschaft und Fähigkeit sich in die Situation anderer Menschen einzufühlen; sich auf häufige und kurzfristige Beziehungen einzustellen; sich längerfristige - auch belastende - Beziehungen durchzuhalten;
mit Beziehungen verantwortlich und reflektiert umzugehen (Balance zwischen Nähe und Distanz).
*) Institutionell - strukturelle Kompetenz
Grundkenntnisse bezüglich der Arbeitsweise der Institution "Krankenhaus", des Naturwissenschaftlich-technischen Denk- und Handlungsansatzes und der betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten;
Fähigkeit, strukturelle Zusammenhänge wahrzunehmen, sich in ihnen zu bewegen und Sie für die eigene Arbeit zu nützen;
Bereitschaft, sich über medizinische Zusammenhänge zu informieren.
*) Interdisziplinäre Kompetenz
Fähigkeit zur Kooperation mit anderen Berufsgruppen;
Bereitschaft, die eigne Arbeit transparent zu machen;
Fähigkeit, seelsorgliche Perspetkiven in einen interdisziplinären Dialog einzubringen;
Bereitschaft, sich über Krankheits- und Therapieverläufe zu informieren und die christlich-ethisch-theologische Sichtweise einzubringen (z.B. Euthanasie, Patientenverfügung, etc...)
SEHT DEN MENSCHEN!
in seiner Würde und Erniedrigung,
in seiner Erhabenheit und seinem Elend,
in seinem Wachstum und seiner Begrenzung,
in seiner Offenheit und Verschlossenheit,
in seiner Bewegung und seinem Stillstand,
in seinem Lob und seiner Klage,
in seinem Existieren und Vegetieren,
in seinem Hoffen und Bangen,
in seiner Liebe und seinem Hass.
SEHT DEN MENSCHEN!
in seinem Blühen und Vergehen,
in seinem Leben und Sterben.
SEHT DEN MENSCHEN!
der von seinem Schöpfer grenzenlos geliebt,
über alle Grenzen hinaus
wachsen, lieben und leben darf!
Franz Schmatz
Es bedeutet mehr, als du ahnst
Noch ein wenig,
ein wenig bleib sitzen!
Es tut so wohl,
dein Schweigen...
Noch ein wenig,
ein wenig lege deine warme Hand
auf meine kalte!
Sie tut so wohl,
die Wärme..
Noch ein wenig,
ein wenig schau mich an!
Augen sind ein Wunder,
und die deinen sind voll Freundschaft...
Nur ein wenig noch -
die Nacht wird lang,
und mir wird bang,
und mir wird bang sein.
Dann werde ich deiner gedenken,
der warmen Hand,
der guten Augen,
des taktvollen Schweigens.
Wenn deine Blumen lange verwelkt sind,
werden diese Minuten lebendig sein,
immer noch,
in meinem Herzen,
und sie werden es bleiben,
wenn die Krankheit gegangen ist.
Ganz gewiss.
Ich danke dir,
danke dir sehr,
es bedeutet mehr,
viel mehr, als du ahnst.
Hilde Hofmann
Wenn es soweit sein wird mit mir...
"Wenn es soweit sein wird mit mir,
brauche ich den Engel in dir.
Bleib still neben mir, in dem Raum,
jag den Spuk, der mich schreckt,
aus dem Traum,
sing ein Lied vor dich hin, das ich mag
und erzähle was war manchen Tag.
Zünd ein Licht an,
das Ängste verscheucht,
mach die trockenen Lippen mir feucht...
Halt ihn fest, meinen Leib, der sich bäumt,
halte fest, was der Geist sich erträumt,
spür das Klopfen, das schwer in mir dröhnt,
nimm den Lebenshauch wahr,
der...(versöhnt).
Wenn es soweit sein wird mit mir,
brauche ich den Engel in dir."
nach F.K. Barth/P. Horst aus
"Nicht vom Tod soll die Rede sein, zum Abschied Trauer" von Bernd Hüsers