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Betriebsseelsorge der Diözese St. Pölten. Was ist das?





Insgesamt fünf sehr verschiedene Seelsorgestellen beleben mit ihren MitarbeiterInnen und Aktionen die Diözese St.Pölten und zwar in Amstetten, in Heidenreichstein, in Herzogenburg, in Lilienfeld und in St.Pölten selbst.



Die hauptamtlichen Mitarbeiter der fünf Betriebsseelsorgezentren in Niederösterreich auf einen Blick.

Von links nach rechts: Franz Sieder (Amstetten), Sepp Gaupmann (Herzogenburg), Rosi Stumberger zu Besuch von Betriebsseelsorge Steyr (OÖ), Ulrike Immervoll (Heidenreichstein), Sepp Gruber (St.Pölten), Markus Bostl (Oberes Traisental), Ernestine Ganzberger Herzogenburg, Karl Immervoll (Oberes Waldviertel), Max Bramberger (Amstetten).

Betriebsseelsorgezentrum Amstetten

Franz SiederDie Betriebsseelsorge Amstetten, Ybbs- und Erlaufstal wurde im Jahr 1976 gegründet. Sie ist eng verbunden mit Kaplan Franz Sieder, der nun seit gut 25 Jahren in diesem großen Gebiet als Betriebsseelsorger tätig ist. Franz Sieder sieht seine Schwerpunkte im regelmäßigen Kontakt mit den Gewerkschaftern der vielen Betriebe in dieser Region und vor allem auch in den verschiedensten Runden, die er aufgebaut hat und leitet. Es sind dies Fabriksarbeiterrunden, Eisenbahnerrunden, Krankenschwesternrunden, KAB-Runden und auch eine Runde mit geschiedenen Frauen. Die Runden arbeiten nach der Methode der "Revision de vie". Es ist diese eine Methode, die vom Leben ausgeht und die in der französischen Arbeiterseelsorge entwickelt wurde. Franz Sieder hat im Rahmen der Betriebsseelsorge immer auch in der ACUS (Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialismus) mitgearbeitet, weil es aufgrund seiner Überzeugung nur dann eine Versöhnung von Kirche und Arbeiterschaft geben kann, wenn es zu einer Versöhnung zwischen Kirche und Sozialisten kommt. Seit 3 Jahren wird Kaplan Franz Sieder von Max Bramberger als Pastoralassistent für die Betriebsseelsorge unterstützt.
 
Franz Sieder, Max Bramberger
Betriebseelsorge Amstetten
Kirchenstraße 16
3300 Amstetten


Betriebsseelsorgezentrum Oberes Traisental

Die Betriebsseelsorge im Bezirk Lilienfeld hat kein eigenes Zentrum. Sie ist eng verbunden mit Rudi Wimhofer, der sich bis 1999 als Arbeiterpriester - er arbeitete als Staplerfahrer bei der Firma Georg Fischerfittings in Traisen - für die Anliegen der Arbeiter einsetzte. Von 1992 bis 1997 war Elfi Haindl neben ihre Tätigkeit als Pastoralassistentin in der Pfarre Traisen in der Arbeiterseelsorge tätig.Ihr Schwerpunkt war die Frauenarbeit im Gebiet. Seit Dezember 1999 arbeitet Dr. Markus Bostl als Betriebsseelsorger in dieser Region. Er hält Kontakt mit ÖGB, AK und Betriebsräten, betreut sie, besucht ihre Informationsveranstaltungen, bzw. begleitet sie auf Demonstrationen, die sich gegen eine ungerechte Sozialpolitik richten. In kurzen religiösen Impulsen versucht er neue und zum Teil ungewöhnliche Zugänge zu christlichen Festen zu eröffnen und so zu antworten auf das, was arbeitende Menschen gerade bewegt.
 
Markus Bostl
Betriebseelsorge Oberes Traisental
Schneckgasse 22
3100 St.Pölten
Tel.: 02742/72240
 

Betriebsseelsorgezentrum St. Pölten

  
Vermutlich das älteste und zugleich das jüngste Betriebsseelsorgezentrum ist das Betriebsseelsorgezentrum St. Pölten in der Schneckgasse 22 Bereits 1967 wurde - noch in der Herzogenburgerstraße 1 - unter Kaplan Stefan Veigl ein Zentrum für Betriebsseelsorge eingerichtet, das jedoch nach einigen Jahren aus Personalgründen wieder geschlossen werden mußte. nach fast 20jähriger Pause wurde es vor 11 Jahren von Pastoralassistent Mag. Sepp Gruber in der Klostergasse 14 wiederbelebt.
Die Räume wurden bald zu eng und man übersiedelte in die Schneckgasse 22. Ein Team von jungen Erwachsenen aus der KAJ und der Betriebsseelsorge koordiniert die Arbeit im Zentrum.
Jugendtreff Phönix
Littel Phönix - Team
Patrik, Uschi, Sepp, Marion
1996 riefen sie den Jugendtreff "Little Phönix", ins Leben.
Sepp Gruber ist u.a. Spezialist für Integrationsfragen, Israelreisen, Büroordnung, Arbeits- und Sozialrechtsfragen. Das Zentrum ist ein Ort für Arbeiter und Arbeitslose, In- und AusländerInnen, Jugendliche und Erwachsen, für Gespräche und Menschen, die auf der Suche nach Hilfe sind.
 
Josef Gruber
Betriebseelsorge St.Pölten
Schneckgasse 22
3100 St.Pölten
Tel.: 02742/72240
 
Deutschkurs Deutschkurs mit Volkshochschule



Betriebsseelsorgezentrum Unteres Traisental

25 Jahre BSS Unteres TraisentalIm Herbst 1974 gab Bischof Dr. Franz Zak an Kaplan Mag. Josef Gaupmann die Beauftragung für die Betriebsseelsorge im Gebiet Unteres Traisental. Gleichzeitig begann Josef Gaupmann als Lagerarbeiter und Staplerfahrer in der damaligen Schlossfabrik Gebrüder Grundmann, heute KABA-GEGE zu arbeiten. 17 Fabriksjahre sollten es werden. Seit 1982/83 gibt es das Zentrum in Herzogenburg, Kremserstraße 61. Seit Herbst 2002 ist Frau Ernestine Ganzberger mit einer Halbanstellung beschäftigt.

Das aktuelle Team
Unser Team besteht aus Kaplan Sepp Gaupmann, Rosi Wagner, Marianne Vesely, Claudia Reiter, Franz Leitner und Jugendarbeiter Christian Haslauer und Ernestine Ganzberger.

Arbeitsschwerpunkte

Barbarafeier
Sie ist der Mittelpunkt unseres Betriebsseelsorgejahres. Von ArbeitnehmerInnen vorbereitet, stehen die Freuden und Ängste, Ermutigung und Glaube im Vordergrund. Wir gedenken auch der Verstorbenen des letzten Jahres.

Zeitung "Bewußt sein"
Unsere Betriebsseelsorgezeitung erscheint viermal im Jahr. Sie wird persönlich in Firmen verteilt oder durch Betriebsräte weitergegeben. Gestaltet wird die Zeitung gemeinsam mit der Betriebsseelsorge St. Pölten und Oberes Traisental.

Runden
Runden sind das Herz der Betriebsseelsorge. Zur Zeit gibt es die Mutter-Kind-Runde, zwei Frauenrunden, eine Bibelrunde,das Betriebsräteforum und die KAB-Familienrunde. Die Runden treffen sich regelmäßig, meist einmal im Monat.

Selbstbesteuerungsgruppe
Wir geben einen fixen monatlichen Betrag (jeder nach eigenem Ermessen) auf ein gemeinsames Konto. Wir suchen Selbsthilfe-Projekte aus und unterstützen durch Kontaktpersonen direkt vor Ort (z.B. bisher in Mexiko, Nicaragua, Bolivien. Wir laden gerne Gäste aus diesen unterstützten Projekten ein, und lernen so die Länder und dortigen Lebensverhältnisse besser kennen.

Fixpunkte im Jahr

Klausurwochenende
Zu Beginn des Arbeitsjahres, meist Mitte September verbringen wir von Samstag Morgen bis Sonntag Mittag ein gemeinsames Familien-Wochenende. Bei Gesprächen, Sport und Spiel dient es sowohl der Festigung der Freundschaften als auch der Jahresplanung.

Die Gottesdienstfeier
Sie ist am Sonntag zur Monatsmitte und wird jeweils von verschiedenen Personen vorbereitet. Die persönliche und unterschiedliche Gestaltung ist Bestärkung und Austausch unseres Glaubens. Größere Kinder werden aktiv in die Feier eingebunden, für Kleinkinder gibt es eine Betreuung.

Osterfeier
Am Karsamstag treffen wir uns zu einer festlichen Auferstehungsfeier, danach teilen wir Mitgebrachtes beim gemeinsamen Ostermahl.

Familienwanderung am 1. Mai nachmittags
Bei unseren Wanderungen ist jeder willkommen. Unsere Routen sind immer für Familien geeignet.
 
Josef Gaupmann
Betriebseelsorge Unteres Traisental
Kremser Straße 61
3130 Herzogenburg

Tel.: 02782/82366
 
Menschen mit Profil Betriebsbesuch im geriatrischen Zentrum



Betriebsseelsorgezentrum Oberes Waldviertel

GruppengesprächDie Betriebs-
seelsorge Oberes Waldviertel gibt es seit 1983. Sie wurde gemein-
sam mit einem Team von Ehrenamtlichen aufgebaut. Zwei Jahre später wurde eine alte Malerwerkstätte zum Betriebs-
seelsorgezentrum umgebaut. Der rote Faden, der sich durch die Arbeit dieses Zentrums zieht, ist die Beschäftigung mit der Arbeitslosigkeit. Das Waldviertel ist seit Bestehen des Zentrums immer Krisenregion gewesen. So wurden die Betroffenen immer wieder zu Runden, Treffen und Aktionen eingeladen. Dadurch sind viele Initiativen und auch Arbeitsplätze entstanden. Würde man alle Arbeitsplätze auf einen Betrieb konzentrieren, dann ergäbe dies einen Betrieb mit weit mehr als hundert Beschäftigten! Die bekanntestens Gründungen sind die Waldviertler Schuhwerkstätte und die Lehrlingsstiftung in Eggenburg, die rund 40 Lehrlingen einen Ausbildungsplatz bietet. Das Leitungsteam besteht derzeit aus 6 Ehrenamtlichen, einer vom Zentrum bezahlten Mitarbeiterin für die Betreuuung der Arbeitslosentreffen , der KAJ Diözesansekretärin Uschi Prinz und zwei hauptamtlich Angestellte (zu je 20 Stunden Ulli und Karl Immervoll). Fixpunkte sind die einzelnen Runden von der Jugend bis zur Pension, Bibelabende, Besinnungstage, Familienwandertag, Sommerfest, und Diskussionen zu aktuellen Anlässen. Das Leitmotiv lehnt sich eng an Josef Cardijn an, wonach die ersten Apostel der Arbeiter die Arbeiter selbst sein müssen.
 
Ulrike und Karl Immervoll
Betriebseelsorge Oberes Waldviertel
Pertholzerstraße 16
3860 Heidenreichstein

Tel.: 02862/52293
 
EisenbahnwerkstattBetriebsbesuch in Eisenbahnwerkstätte
 
BS Fest Betriebsseelsorgefest in Heidenreichstein 2002



Die Magna Charta der Betriebsseelsorge Österreich

Die Verschiedenartigkeit der Zentren und der Mitarbeiter eint ihr unbekümmerter Einsatz mit den benachteiligten Menschen in der Gesellschaft und Arbeitswelt und das, im Jahr 2000 gemeinsam erarbeitete, Selbstverständnis der Betriebsseelsorge Österreich.