"Vor allem soll es Sicherheit für die Opfer geben, dass ihr
Anliegen, egal wie lange der Tatbestand zurückliegt, gehört wird",
betonen die Ordensgemeinschaften. "In verantwortungsvoller Weise
soll versucht werden, das, was gutzumachen möglich ist, auch in
gemeinsamem Bemühen zu einer Versöhnung und zu einem Neubeginn zu
führen", heißt es weiter in der Erklärung.
Die Rahmenordnung der Bischofskonferenz sei eine "qualitätssichernde
Maßnahme und ein guter Schritt in die Zukunft", betonen die
Vorsitzenden der Ordensgemeinschaften und verweisen darauf, dass an
der Erarbeitung der österreichweit geltenden Richtlinien auch
Vertreter der Frauen- und Männerorden mitgewirkt haben.
Die Bischofskonferenz hatte bei der letzten Vollversammlung in
Mariazell unter dem Titel "Die Wahrheit wird euch frei machen" eine
Rahmenordnung für die katholische Kirche beschlossen, die Maßnahmen,
Regelungen und Orientierungshilfen gegen Missbrauch und Gewalt
vorsieht. Die Rahmenordnung gilt seit 1. Juli und soll im gesamten
kirchlichen Bereich bis Ende März 2011 ungesetzt werden.
Erklärung im Wortlaut