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Romeroausstellung
in der Pfarre Neidling


Als Europäer
eine Ausstellung über Erzbischof Romero gestalten zu wollen, kann nur
Stückwerk sein.
Anton Speiser
Wenn Sie
Interesse
an dieser Ausstellung haben, wenden Sie sich bitte an Anton Speiser, Tel.:
02741/7106.
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Oscar Arnulfo Romero
Galdámez
Weg einer Wandlung
der Erzbischof von
San Salvador, wurde am 24. März am Altar erschossen . Es war ein
politischer Mord: Die Auftraggeber um Major Roberto D´Aubuisson
wollten damit eine Stimme zum Schweigen bringen, die sich immer entschiedener
für die vielen Armen des Landes einsetzte.
Romero, der
theologisch und politisch eher konservativ eingestellt war und von Rom
seinem liberalen Gegenkandidaten (und späteren Nachfolger) Arturo
Riveray Damas vorgezogen worden war, sollte als traditionalistischer Repräsentant
der Kirche ein gutes Einvernehmen mit der Regierung garantieren. Die neuen
Aufgaben als Erzbischof im Jahr 1977 brachten ihn jedoch zusehends mit
der Regierung in Konflikt und bewirkten bei ihm eine tiefreichende persönliche
Veränderung, die ihm die Augen für die soziale Not seines Volkes
öffnete. Nach der Ermordung seines Freundes, des Jesuitenpaters und
Befreiungstheologen Rutilio Grande in Aguilares ergriff Romero mutig und
konsequent Partei für die Armen und Entrechteten seines Landes. Romero
lehnte die Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele ab, predigte jedoch
passiven bzw. gewaltfreien Widerstand. Unermüdlich und unerschrocken
prangerte er die Unterdrückung und Ausbeutung durch das salvadorianische
Terrorregime an, zu am 23. März 1980, als er in einer Sonntagspredigt
über den kath. Rundfunk Polizei und Nationalgarde landesweit aufforderte,
das Töten einzustellen. (Kein Soldat ist verpflichtet, einem
Befehl zu gehorchen, der wider das Gesetz Gottes gerichtet ist.).
Am darauffolgenden Tag fiel er selbst dem Mordanschlag zum Opfer. Romero
wurde während einer Messfeier in der Kapelle des Krebshospitals der
Karmeliter-Innen, in dem er lebte, am Altar erschossen. Sein Grab, das
sich in der Kathedrale von San Salvador befindet, wurde zu einer Gedenkstätte
für katholische Pilger aus der ganzen Welt.Entwicklungshelfer Anton
Speiser gestaltete im Pfarrheim Neidling eine Romero-Gedenk-Ausstellung
Warum diese Ausstellung? Am Beginn stand der Ärger über nur
9 Zeilen einer katholischen Wochenzeitung zum 20. Jahrestag. Dann vertiefte
ich mich in das Buch von Maria López Vigil Oscar Romero -
ein Portrait aus tausend Bildern. Schließlich wurde mir von
einem Besuch aus Honduras die spanische Originalversion geschenkt und
dazu ein Bildband des equipo maiz über Romero.
So reifte in mir die Idee, Bilder und Botschaften Romeros in einer Ausstellung
zu präsentieren.
Bedanken möchte ich mich bei den vielen Personen, die mich dabei
unterstützt haben.

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Eine Kurzbiografie
Geboren am 15. August
1917 in Ciudad Barrios bei San Miguel, El Salvador, ermordet am 24. März
1980 in San Salvador.
Romero, Sohn eines Fernmeldearbeiters und Posthalters, wuchs in bescheidenen
Familienverhältnissen auf. Er arbeitete zunächst als Schreinerlehrling
in seinem Geburtsort, einem kleinen, entlegenen Gebirgsstädtchen
unweit der honduranischen Grenze.
1931 trat er als Internatsschüler in das von Claretianern geführte
Seminar in San Miguel ein.
1937 begann Romero das Theologiestudium am Priesterseminar in San Salvador
und setzte es an der Gregoriana in Rom fort. 1942 wurde er in Rom zum
Priester geweiht und erhielt 1943 dort das Lizenziat der Theologie cum
laude.
Weitere Stationen seines Lebensweges:
Pfarrer in Anamorós (La Union);
Sekretär der Diözese San Miguel;
ab 1967 Generalsekretär der Nationalen Bischofskonferenz in San Salvador;
1970 von Papst Paul VI. zum Weihbischof in San Salvador ernannt, seit
1971 Redakteur von Orientación, der Wochenzeitung des Erzbistums
San Salvador;
zeitweilig Rektor des Priesterseminars;
seit 1977 bis zu seiner Ermordung am 24. März 1980 Erzbischof von
San Salvador.
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