"viel-stimmig"
(Motto
der PGR-Wahl 2002)
Gebet:
Heiliger Geist, was möchtest du von uns?
Du willst vielleicht etwas anderes als das, was ich für richtig
halte und mir am grünen Tisch ausdenke, etwas anderes als die
Strategien, die mir im Kopf herumschwirren. Was willst du von uns,
Heiliger Geist, der du uns so sehr liebst, uns erhältst und
drängst, die Frohe Botschaft bis an die Enden der Erde zu bringen?
Heiliger Geist, auf dich vertrauen wir! Mach uns offen und zeige
uns, was du mit uns vor hast! (Kardinal Carlo Maria Martini, Erzbischof
von Mailand)
Schriftlesung: 1 Korinther 12, 4-11
Die
Vielfalt aus dem einen Geist.
Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist.
Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn.
Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen
Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung
des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. Dem einen wird
vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem andern durch
den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, dem dritten
im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern - immer in dem einen
Geist - die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem andern Wunderkräfte,
einem andern prophetisches Reden, einem andern die Fähigkeit,
die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten
von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu
deuten.
Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine
besondere Gabe zu, wie er will.
Gedanken
zur Schriftstelle:
Wir
sind verschieden be "gabte" Menschen. Unser Schöpfer
hat einem jeden und einer jeden von uns Gnadengabe, sogenannte "Charismen"
geschenkt. Wir haben diese Gaben nicht aufgrund irgendwelcher Verdienste
unsererseits. Er schenkt sie uns einfach, um damit diese Erde "zu
bebauen und zu behüten". Er schenkt sie uns um einander
zu dienen, um Gemeinschaft leben zu können. Eine Gemeinschaft
aus unvollkommenen Menschen, wo jeder mit seinen Gaben einen Platz
hat, seinen Platz aber auch finden muss. Nicht alle können
Wunder tun, doch jeder kann ein bisschen am Wunder mitwirken. Jeder
Mensch darf sich als Ort des Wirkens Gottes verstehen. In jedem
Menschen leuchtet uns Christus in irgendeiner Form entgegen.
Untersuchung
zum Thema:
Sehen:
Wo liegen meine Begabungen? Welche entdecke ich hier in der Runde?
Welche Begabungen sehe ich in unserer Pfarrgemeinde, und welche
fehlen mir? Wie gehen wir mit den vorhandenen Gaben um?
Urteilen:
Wozu ist diese Vielfalt gut? Welche Probleme ergeben sich aus der
Vielfalt?
Anerkennen wir diese Gaben als von Gott gegebene?
Welche Gaben braucht eine Gemeinde um Gemeinde Jesu zu sein? Welche
Konsequenzen hat das für uns, wenn wir in jedem und jeder Gottes
Gaben entdecken?
Handeln:
Mein/unser möglicher Beitrag die vielfältigen Gaben fruchtbringend
einzusetzen. (z.b. bei der PGR-Wahl selber kandidieren, andere für
eine Kandidatur ansprechen, ....)
Abschlussgebet:
Was
ich tun kann
Herr,
ich kann nicht verhindern, dass viele Menschen vereinsamen;
ich kann aber dazu beitragen, dass manche sich nicht so einsam fühlen.
Ich kann nicht verhindern, dass physisch Kranke es schwer haben;
ich kann aber dazu beitragen, dass dieser oder jener es etwas leichter
hat.
Ich kann nicht verhindern, dass immer mehr und jüngere Menschen
dem Rauschgift verfallen; ich kann aber dazu beitragen, dass manche
keine Drogen brauchen. Ich kann nicht verhindern, dass tausende
Menschen Jahr für Jahr durch eigene Hand sterben; ich kann
aber dazu beitragen, dass der eine oder andere es nicht tut.
Ich kann nicht verhindern, dass Völker sich bekriegen; ich
kann aber dazu beitragen, dass die Kleinkriege um mich herum ein
Ende nehmen.
Allmächtiger Gott; es ist äußerst wenig, was ich
als einzelner tun kann; aber mehr, als ich glaube! Carlo Caretto
(Diese
Aktivistenrunden wurde von Franz Mollner, 02822/54751/15, gestaltet)
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