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   Das Online Magazin der Katholischen Männerbewegung St. Pölten
     

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Glauben Männer anders?



 
    März 1999 
Über die Versöhnung ...

Das Beste, was Christus zu geben hat

Beim Beten des „Vater unser“ stolpere ich manchmal über den Satz „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ - Ich spüre, daß mir das Vergeben nicht immer leicht fällt, beziehungsweise frage ich mich dann und wann: „Habe ich diesem Menschen wirklich vergeben...?“

Kennen Sie auch das ungute Gefühl des „Nicht-versöhnt-Seins“? - Ein Konflikt kann uns sehr bedrücken. Es können Unstimmigkeiten in uns selbst sein, wenn wir an eigenen Fehlern, an eigener Schuld „nagen“. Es können die Grenzen und das Versagen der anderen sein, an denen wir uns stoßen und die das Miteinander mit bestimmten Menschen belasten. Vielleicht ist dieses Miteinander in gewissen Fällen ganz abgebrochen.

Dem entgegnet Frère Roger aus Taizè:
„Würden wir ohne Versöhnung leben, würden wir Christus mit dem Besten, was er zu geben hat, im Stich lassen.“

Versöhnen meint nicht, etwas zu verharmlosen. Es meint vielmehr die Chance, neu zu beginnen. - Wir selbst dürfen und können, wenn wir wollen, täglich neu beginnen. Und es liegt auch an uns, den anderen diese Chance zu geben.
Vielleicht kann ein Gespräch mit einem Ihnen vertrauten, geistlich erfahrenen Menschen oder mit einem Priester Ihres Vertrauens helfen.

In einer guten Beichte erfahren wir Erleichterung darüber, daß Gott uns annimmt und uns vergibt. Daraus kann die Kraft erwachsen, die anderen anzunehmen und ihnen immer wieder zu vergeben.

Peter Glas



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    Die KMB ist eine Gliederung der Kath. Aktion der Diözese St. Pölten
verantwortlich für den Inhalt: Josef Muhr