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aus: KATHPRESS-Tagesdienst Nr. 214, 15.9.2003
Papst:
Kirche kann auf Katholische Aktion nicht verzichten
Johannes
Paul II. betont, dass die Kirche Laien braucht, die "in der
Katholischen Aktion gelernt haben, die Radikalität des Evangeliums
in der Normalität des Alltags zu leben" - Brückenschlag
zwischen "Movimenti" und Katholischer Aktion in Italien
Rom, 15.9.03 (KAP) "Die Kirche kann auf die Katholische Aktion
nicht verzichten", heißt es in einem Grußwort Papst
Johannes Pauls II. an die erste außerordentliche Generalversammlung
der italienischen Katholischen Aktion (AC). Bei der Generalversammlung
in Rom berieten 800 Delegierte, die rund 400.000 Mitglieder vertreten,
über die neuen Statuten der italienischen Katholischen Aktion.
Johannes Paul II. unterstrich in seinem Grußwort das "unverwechselbare
Antlitz" der Katholischen Aktion und ihre "einzigartige
Stellung" im Panorama der
kirchlichen Laienbewegungen.
Wörtlich stellte der Papst fest: "Die Kirche braucht Laien,
die in der Katholischen Aktion gelernt haben, die Radikalität
des Evangeliums in der Normalität des Alltags zu leben".
Es gehe um Laien, die im Stande seien, die "Welt mit den Augen
Gottes anzuschauen", das Evangelium mit dem Leben in Kontakt
zu bringen, aufmerksam die Zeichen der Zeit zu verfolgen und effektiv
auf die Zivilgesellschaft einzuwirken. Die Katholische Aktion sei
immer von Laien gekennzeichnet gewesen, die in der "Verborgenheit
der Pfarrgemeinden" wesentlich dazu beigetragen hätten,
die Kirche lebendig zu machen, betonte Johannes Paul II. und erinnerte
an in Italien sehr populäre Selige, die aus der AC hervorgegangen
sind: den Studenten Piergiorgio Frassati und das Ehepaar Luigi und
Maria Beltrame-Quattrocchi. Er hoffe, dass die Katholische Aktion
für eine wachsende Zahl von einzelnen Christen und christlicher
Gemeinschaften wieder "die große Schule der Laienspiritualität
und des Apostolats" wird.
Die Präsidentin der AC, Paola Bignardi, betonte, in der Kirche
seien heute Laien gefragt, die "initiativ und verantwortungsbewusst"
sind. Es gehe nicht um Laien, die nur "gelegentliche Mitarbeiter"
bei kirchlichen Aktivitäten sind, sondern um christliche Frauen
und Männer, die an "allen Fragen von heute" interessiert
sind und deren Zusammenarbeit mit den Priestern unter dem Prinzip
der "Mitverantwortung" steht.
Bereits zum Auftakt der außerordentlichen Generalversammlung
war es zu einem vielbeachteten Brückenschlag zwischen der Katholischen
Aktion und den "Movimenti" gekommen. "Das ist der
Auftakt für einen neuen gemeinsamen Weg", sagte die Gründerin
der Fokolar-Bewegung, Chiara Lubich, in ihrem Grußwort. Zwischen
den "Movimenti" und der Katholischen Aktion müsse
es eine neue Beziehung geben, so Chiara Lubich. Jedes "Movimento"
und die ganze Kirche stehe in der Schuld jenes "großen
christlichen Laboratoriums", das die Katholische Aktion darstellt,
betonte Prof. Andrea Riccardi, der Gründer der Gemeinschaft
Sant'Egidio. Heute dürfe man sich nicht mit einem "Gruppen-Messianismus"
zufrieden geben, sondern müsse den Menschen durch eine "alltägliche
Mission an den Grenzen des Lebens" zeigen, dass das Evangelium
eine "Schule der Hoffnung" ist. (ende)
15.09.2003 12:50
K200306406
... KATHPRESS-Tagesdienst
Nr. 214 vom 15.9.2003 (PDF-Datei)
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