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Verhandlungen in der Welthandelsorganisation (WTO)
zum Dienstleistungsabkommen (GATS - General Agreement on Trade in Services)

Stopp GATS: Keine Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen!

Wasser, Bildung, Verkehr, Postdienste sollen weltweit für den privaten Wettbewerb geöffnet werden:
Das ist zentraler Punkt der laufenden Verhandlungsrunde in der Welthandelsorganisation (WTO) zum Dienstleistungsabkommen (GATS).
Die EU und die USA fordern von den WTO-Partnern in praktisch allen Dienstleistungsbereichen eine weitgehende Liberalisierung.
Damit werden grundlegende Dienstleistungen in Österreich und den Ländern der "Dritten Welt" durch Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen bedroht. Das betrifft letztendlich alle.
Die Lebensqualität breiter Bevölkerungskreise, d.h. die Möglichkeit am Wohlstand teilzuhaben, hängt aber in starkem Ausmaß gerade von Preis und Qualität der öffentlichen Dienstleistungen ab.

Was ist das GATS?
Das GATS (General Agreement on Trade in Services) ist das Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) über den Handel mit Dienstleistungen. Es wird derzeit von den 144 Mitgliedsstaaten der WTO, darunter Österreich, verhandelt.
Es ist eine zentrale Säule der Welthandelsorganisation (WTO). Führende Großkonzerne
sind die Betreiber.

  • Ist GATS unterzeichnet, gibt es kein Zurück. Die 144 Unterzeichnerstaaten
    (somit auch Österreich) verlieren jeden Einspruch.
    Der politische Raum von Gemeinden, Ländern und Parlamenten wird damit drastisch eingeschränkt: GATS - gegen Demokratie!

Was steckt dahinter?
Energie- und Wasserversorgung, Bildung, Gesundheit, Öffentlicher Verkehr, Post und Telekommunikation und viele andere öffentliche Dienstleistungen sollen liberalisiert und damit Privatfirmen überlassen werden.
Das bedeutet letztlich, dass nicht mehr der Staat für die Grundversorgung verantwortlich ist, sondern Konzerne darüber bestimmen, wer wichtige soziale Leistungen erhält und sich leisten kann.
Die Gleichbehandlung von lokalen und ausländischen Anbietern zerstört die Regionalpolitik und Nahversorgung, der Verkehr steigt.

Was sind die Folgen?
Die Mehrheit der Menschen sind die Verlierer des GATS. Nicht ohne Grund finden die Verhandlungen daher geheim und abgeschirmt von der Öffentlichkeit statt.
Mögliche Folgen sind steigende Preise, schlechtere Qualität, Zugang nur für jene, die es sich leisten können, sowie weniger Umweltschutz und weniger ArbeitnehmerInnenschutz.

Dienstleistungen wie Bildung, aber auch Gesundheit und Müllabfuhr werden durch die Privatisierung nicht billiger und besser, sondern erfahrungsgemäß teurer und schlechter - die Investoren wollen ja schließlich ihre Investitionen in Form von guten Gewinnen zurück bekommen.
GATS betrifft auch die Länder der "Dritten Welt". Härter als in Österreich wird dort die Liberalisierung von Wasser- und Stromversorgung durchgezogen. In vielen Ländern wie Argentinien und Bolivien wurden die Wasserpreise verdoppelt oder verdreifacht, das Wasser aber in hygienisch bedenklicher Qualität geliefert. Armen wurde der Wasserzugang abgedreht, wenn sie die neuen Preise nicht zahlen konnten.

ATTAC Österreich hat nun eine Kampagne initiiert, um eine Kehrtwendung in den Verhandlungen der Republik Österreich in der GATS-Frage zu erreichen. 30 weitere Organisationen beteiligen sich daran.

Info:"GATS - Was ist das?" [download PDF 223 KB]

Info: "Warum sich Christen/innen bei der STOPPGATS-Kampagne engagieren" [download PDF 343 KB]

Mehr Infos: http://www.stoppgats.at

Podiumsdiskussion zum Thema STOPP GATS vom 17. März 2003
mit NRAbg. Mag. Brigid Weinzinger (Die Grünen),
Landtagspräsident LAbg. Emil Schabl (SPÖ),
LAbg. Dr. Martin Michalitsch (Landesobmannstellvertreter der ÖVP),
LAbg. Franz Marchat (Klubobmann der FPÖ-NÖ),
Marc Pointecker (Abt. Wirtschaftspolitik der AKNÖ),
Andreas Gjecaj (KABÖ),
Günter Kiermaier (Vizepräsident der Wirtschaftskammer NÖ);
Moderation: Ingrid Winder (ORF-NÖ)

...zur Zusammenfassung von Mag. Hans Pflügl



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verantwortlich für den Inhalt: Dr. Rudolf Schwertner
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