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Diözese St.Pölten

Referat Familienpastoral ist Mitglied / unterstützt:










Neues wächst Beziehungen verändern sich. Neue Erfahrungen, Kinder, veränderte Lebensumstände und  Begegnungen bringen das mitunter eingespielte Zusammensein immer wieder in Bewegung.

Zum einen liegen darin wertvolle Anstöße die
eingefahrenen Bahnen zu verlassen und die Beziehung neu beleben; zum anderen können diese Krisen aber auch unüberbrückbare Gräben auftun und zur Beendigung führen.

Menschen, die geschieden wurden oder sich getrennt haben, dürfen in der Kirche auf Verständnis,
solidarisches Mitgefühl und auf Ermutigung hoffen.




Geschiedene haben in der Kirche die gleichen Rechte

Katholiken sind nach einer Trennung oder Scheidung  in ihren kirchlichen Rechten nicht eingeschränkt. Auch im Empfang der Sakramente sind sie anderen Gläubigen gleich gestellt. Die kirchliche Gemeinschaft sieht in ihren Dokumenten vor, Geschiedenen in besonderer Weise Wertschätzung, Solidarität, Verständnis und konkrete Hilfen entgegenzubringen.
So stehen gerne Seelsorger und Seelsorgerinnen oder kirchliche Beratungsstellen zur Verfügung, wenn Unterstützung gesucht wird,  Wunden, die die Scheidung oder Trennung hinterlassen hat, zu heilen, den eigenen Anteil klarer zu sehen, und mögliche Entwicklungschancen, die die Krise gezeigt hat, wahr zu nehmen.
Diese Auseinandersetzung kann Wertvolles leisten. Sie kann dazu beitragen Versöhnung zu finden und das weitere Leben mit höherer Selbsterkenntnis zu gestalten.
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Geschiedene in einer neuen Ehe/Lebensgemeinschaft

Mit viel Hoffnung und Gottvertrauen gehen oft gerade jene Menschen Lebensgemeinschaften ein, bei denen die Ehe des einen oder beider geschieden wurde. Als Mitglieder der Glaubensgemeinschaft erwarten sie sich mitunter eine seelsorgliche Begleitung, die ermutigende Solidarität der Pfarrangehörigen und die Integration in die Gemeinschaft, die die Anwesenheit Gottes feiert, bekennt und daraus lebt.

Eine Wiederheirat reibt sich mit dem Wort Jesu: "Was Gott verbunden hat, das trenne der Mensch nicht!" (Mk 10.9)
Die Kirche hat seit biblischer Zeit versucht, auch diese Sorge Jesu um das Heil der Menschen richtig zu verstehen und hilfreich zu verkünden. So kennt etwa bereits das Matthäusevangelium (etwa 40 Jahre nach dem öffentlichen Wirken Jesu) eine Einschränkung in der Unauflöslichkeit der Ehe für den Fall, dass Unzucht vorliegt. Diese Klausel wurde und wird von den Theologen unterschiedlich weit gedeutet.
Die christlichen Konfessionen sind in der theologischen Lehrmeinung zu differierenden Lösungen gekommen.

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Pastorale Neuansätze


Namhafte Theologen und viele Seelsorger bemühen sich, die Botschaft der Barmherzigkeit Gottes gerade auch so zu verkünden, dass Menschen, die in Zweitehen leben, sie ermutigend, befreiend und Orientierung gebend erfahren können.
Den größten Wert hat dabei das seelsorgliche Gespräch, bei dem vor allem auf die subjektiven Hintergründe eingegangen wird, die zur bestehenden Situation geführt haben.
In einer Veröffentlichung deutschsprachiger Pastoraltheologen wurden Fragen festgehalten, mit deren Befassung dieses Gespräch angeregt werden und den Betroffenen
geholfen werden kann, ihre Persönlichkeit weiter zu entwicklen und ihre Position auch hinsichtlich des Kommunionempfangs zu überdenken.
  • Ist festgestellt, ob die Konfliktsituation auf dem Rechtsweg geklärt werden kann? (Annulierung der Ehe)
  • Ist die Rückkehr zum ersten Partner objekiv und subjektiv (von beiden Partnern her) noch möglich?
  • Ist die Bereitschaft vorhanden, die mit dem Scheitern der sakramentalen Ehe und der Wiederverheiratung unter Umständen verbundene Schuld anzuerkennen und bestehende Verpflichtungen (gegenüber dem ersten Partner und den Kindern) nach Kräften zu erfüllen?
  • Steht die neue Verbindung auf der Grundlage beiderseits erklärten Ehewillens und besteht die Bereitschaft zu einem entsprechenden christlichen Zusammenleben, sowie die Kinder christlich zu erziehen?
  • Lässt sich gegenüber der christlichen Gemeinde der öffentliche Sakramentenempfang verantworten?
  • Ist das Verlangen nach den Saktramenten von lauteren Motiven bestimmt?
Falls Sie einen Gesprächspartner/eine Gesprächspartnerin dazu suchen, stellen wir gerne einen Kontakt her.
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Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Anton Zehetgruber, Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie, a.zehetgruber@kirche.at